Es ist bestimmt schon einigen Züchtern passiert. Uns leider auch.
Der vermeintlich sehr gut vermittelte Hund muss zurück genommen werden.

Passus aus unserem Kaufvertrag :
"Sollte der Käufer aus jedweden Gründen nicht mehr zur Haltung  oben beschriebenen Hundes
fähig sein, geht das Tier unverzüglich und unentgeltlich an den Verkäufer zurück.
Die Unterbringung in einem Tierheim wird hiermit unabdingbar untersagt."


Die angegebenen Gründe,   wegen Scheidung - Tierhaarallergie - Geldmangel,
ja die kann man ja noch verstehen.

Wenn allerdings eine Mail ankommt mit dem Text " Hund hat Kind angefallen",
ja dann kann es einem eiskalt den Rücken hinunter laufen.
Der nächste Satz war dann "wir haben uns geschworen, falls so was je passieren würde,
dann wird der Hund eingeschläfert" - nun standen uns die Haare zu Berge (25.06.08)!!

Wir wollten unsere Arishi sofort abholen,
was seltsamer Weise von Seiten der damaligen "Besitzer" nicht ging.
Auf unsere Mails wurde auch nicht sofort geantwortet, nur das der Hund
nicht weggesperrt wird und es Ihm gut geht.

10 lange Tage nach der "Schreckensmail" erfolgte dann die ominöse Übergabe
auf einem Parkplatz. (auf halber Strecke zwischen uns und dem "Besitzer")
Wir fuhren mit den Gedanken dorthin, einen verstörten und warum auch immer
nicht kinderlieben Hund übergeben zu bekommen (05.07.08).
Als Arishi auf uns zukam wollte ich meinen Augen nicht trauen und mir schnürte es den Hals zu.

Das Wiedereingliedern in unser bestehendes Rudel bereitete überhaupt keine Schwierigkeiten
- Arishi wusste - hier war und bin ich wieder zuhause.
Sofort fand Sie sich zurecht und war ein lieber verschmuster Hund.

Unsere süße kleine Maus war immens unterernährt (beginnende Kachexie) und ausgetrocknet.
Na klar, Futter und Wasser musste her.

        

        

Sie hatte massive Fehlstellungen an den Vorderläufen (besonders vorne rechts - Bärentatze)
und den Hinterbeinen.
Dies wurde mit hochwertigen Aufbaupräparaten behandelt.

        


Augen und Ohren waren vereitert und entzündet.
Augensalbe und Ohrengel sorgten für Linderung und Heilung.

Eine große  ehemals klaffende Wunde war auf dem Kopf (anscheinend ein Rosenstrauch)
welche aber am zuheilen war.
Da half die gute selbst gemachte Ringelblumensalbe.

Ihr sonst so seidiges glänzendes Fell war stumpf und struppig.
Durch ausgewogenes Futter und genügend Wasser, Luft und Sonne war auch dies schnell behoben.

Eine gebrochene Rippe wurde festgestellt (Bruch ca. 2-3 Wochen alt)
- welche aber zum Glück gerade und gut zusammengewachsen ist.
Na da konnten wir nichts machen.

        


Zu guter letzt - Sie humpelte massiv vorne links.
Zuerst wurde mit Schmerzmittel behandelt, da der "Vorbesitzer"
von einem Sturz beim Spaziergang berichtet hat.

Da es nicht besser wurde ließen wir erneut Röntgen.

Es wurde eine Absprengung (ebenfalls schon älter) des
Tuberculum supraglenoidale (Schultergelenk) festgestellt (16.07.08).

         


Arishi wurde am nächsten Tag operiert
und nun fixiert eine ca.4 cm lange Schraube Ihre Schulter.

        


Absolute Ruhe für 6 Wochen und der tägliche Verbandswechsel wurde für uns zur Tortour.
Einen Welpen ruhig halten, einen Welpen der die Welt erkunden will, gar nicht so einfach.

        

     

Zusehends nahm Arishi an Gewicht zu.
Von Aggression gegenüber Kindern oder Erwachsenen keine Spur
...der Hund hatte vorher einfach nur HUNGER!

     

26.08.2008;
Nun päppeln wir Arishi auf, pflegen Ihre Wunden an Körper und Seele
und Sie wird täglich anhänglicher, fröhlicher und mobiler.
Von Humpeln keine Spur mehr und Ihre Folgsamkeit ist eine wahre Freude.

  

Wir hoffen, dass Arishi bald ein neues Zuhause und somit eine 2. Chance bekommt.

  

                                      29.08.2008
                          Gott ist mit den Gerechten.

Arishi hat ein neues Zuhause bei lieben Menschen gefunden.
          Dort wird Sie mit einer weiteren Dogge wohnen
          und Ihr Himmelreich auf Erden genießen können.